Freitag, 30. November 2007

Der erste Tag (bzw. Nacht) in Australien

Nach dem Check-out vom airport habe ich den skyline-bus zur melbourne central station genommen und wollte mich dann mal auf die suche nach nem cafe oder aehnlichem machen, denn immernoch recht muede, obwohl nicht muede wie man muede wird, wenn es spaet ist, eher einfach nur ueberanstrengt vom flug und der flut an neuen eindruecken, die auf mich einprasselte.
friday night da war party in melbourne angesagt, was aber irgendwie das letzte war, worauf ich bock hatte, mal abgesehen davon, dass ich immernoch meinen nicht unbedingt kleinen backpack auf dem back hatte...
also bin ich in einen "hungry jack's" eingekehrt ("das ist ein guter burger"), aber kein so geiles dessert, das also stehengelassen, weitergemacht.
marike erwaehnte am telefon, dass sie nach st. kilda wollte, von christoph hatte ich gehoert, dass dies ein fuer backpacker lohneswerter stadtteil sei, die karte berichtete vom strand dort. also musste ich da irgendwie hin. mehrere versuche auf die oeffentlichen verkehrsmittel zurueckzugreifen scheiterten, also nahm ich mir recht entnervt ein taxi, wobei ich es doch verwunderlich finde, dass es tatsaechlich noch schlechtere autofahrer als mich geben konnte und dann auch noch welche die das beruflich machen. im melbourner verkehr fallen einem sofort 3 sachen auf:
\alle fahren auf der falschen seite
\taxi fahrer scheinen psychopathen zu sein
\unglaublich viele prollig-laecherlich aufgemotzte kisten
aber irgendwie schon ein faszinierendes schauspiel und irgendwie sind es ja immer die kleinen unterschiede, die einem sofort auffallen: opel hat hier ein anderes logo und heisst auch anders, die modelle und modell namen sind aber die gleichen...interessant!
ne viertel stunde und A$20 spaeter kam ich dann in St. Kilda Beach an, perfekt. erstmal gemuetlich am strand zwischen palmen in den superfeinen sand packen und beobachten. warum hat man keine fock dabei, wenn man mal eine braucht?
nachdem ich des rumliegen ueberdruessig geworden bin habe ich mal meinen lonley planet (danke aja & imke), meinen melbourne stadtplan (danke christoph) und meinen reisefuehrer australien (danke bobby und ilka) befragt und musste feststellen, dass der einzige wirklich sinnvolle grad der lonley planet ist. da war ne karte mit eingezeichneten hostels drin, ausserdem echt praktisch, dass die nach preisen geordnet sind.
nach ner laengeren tour durch den stadtteil und 3 schon verschlossen hostels (es war ja mittlerweile 3 uhr nachts...) fand ich tatsaechlich ein offenes, das coffee palace, wo ich die erste nacht gratis bekam, da ja es so spaet war. sehr geil.
auf dem weg dieser suche habe ich dann tatsaechlich auch noch meine telefon-session vollenden koennen und konnte nun gluecklich und zufrieden mich ins bettchen legen.
komischerweise bin ich dann um 8 uhr wieder aufgewacht, war einigermassen frisch und nach einer unglaublich angenehmen dusche habe ich mich dann auf den weg zur taverne zum goldenen M gemacht, abenteuer im fremden land, ok. aber bei meinem ersten fruehstueck mal lieber kein risiko eingehen! ;)
also frisch gestaerkt und guter dinge wieder zurueck zum wasser, bei tag auch extrem beeindruckend, auch wenn der hafen der "royal melbourne yacht squadron" doch seeehr zu wuenschen uebrig laesst, aber naaaja.
was ich dann aber sah, verwunderte mich doch sehr. ich fliege 16.500km, dahin wo halt grad KEIN winter schnee oder aehnliches ist und was sehe ich? nen PINGUIN!! diese zwerg-pinguine scheinen hier in der bay tatsaechlich heimisch zu sein, das possierliche kleine vieh hat mich aber trotzdem etwas verwirrt....wer haette denn ahnen koennen, dass das erste "exotische" tier, das ich in oz sehe ein pinguin ist??
naja nach diesem schock hab ich mich dann laechelnderweise wieder auf den rueckweg gemacht, mittlerweile finde ich mich hier ganz gut zurecht.
jetzt werde ich noch ein paar emails schreiben und dann mal das bett fuer marike reservieren gehen und dann gehts ab nach melbourne central, mal beobachten was da so los ist und wo man hier ein nicht-junk-food-maessiges mittagessen bekommt...

Der Flug

Nachts, 3.oo am in kiel. im norden der stadt wird ein haushalt jaeh von diversen weckern aus dem schlaf gerissen. zufall? nee, denn es ist der 29. november und ich will los zum hamburg airport und meine familie ist dabei.
nach einigen doch recht harten tassen kaffe wurden die huehner gesattelt und wolle, meine mutter, meine schwestern und ich setzen uns ins auto richtung hamburg.
selbstverstaendlich viiiiel zu frueh, also wurde die familie noch ausgiebig verabschiedet und ich habs mir gemuetlich gemacht.
ich machte mich dann frisch ans werk den self-check in schalter von british airways zu benutzen da der normale schalter voellig ueberfuellt war, aber irgendwer extrem schlaues hat mir ne falsche booking-ID-number auf das e-ticket gedruckt, also mit ein wenig hilfe vom BA-personal doch noch hingekriegt, rucksack aufgegeben, eingecheckt (wobei ich bei der handgepaeck kontrolle unweigerlich an mit nem haemischen grinsen im gesicht an thomas brutscher und nen trip nach basel denke musste...wer dabei war, wird jetzt auch laecheln...) und nach der prozedur erstmal n kaeffchen.
Mit einem airbus A-320 machte ich mich dann auf den weg nach london-heathrow, wobei ich zwar immernoch ein wenig sentimental wegen des abschiedes einen der schoensten sonnenaufgaenge ever betrachten konnte, ein fensterplatz im flieger ist echt das einzig wahre.
in london angekommen durfte ich gleich noch 2mal die x-ray kontrollen ueber mich ergehen lassen (kann mir mal einer sagen wofuer das beim VERLASSEN des flugzeuges wichtig ist??) und fand mich nach zwar kompliziertem aber durchaus schaffbarem transfer im terminal 4 des heathrow airports wieder. und was war das erste, was ich tat? richtig, auf zu starbucks, kaffe trinken. der plan, sich vor einer 26-stunden reise eine anstaendige uebermuedung zuzulegen, war tendenziell gut, aber leider hatte ich vergessen, dass ich ja nicht gleich so lange fliege sondern erst noch diese london-nummer zu regeln hatte.
also erstmal noch nen espresso und dann mal nach dem gate suchen....und ueberaschung! das stand noch gar nicht fest, also durfte ich nochmal 2 stunden angespannt warten, bis das check-in am gate mit der stilvollen nummer 1a losgehen konnte. da ich ja die ganze zeit wie auf kohlen war und mittlerweile auch nen amtlichen koffein-flash hatte war ich einer der ersten, der einchecken konnte und suchte nach meinem sitz, und siehe da...die problemchen gingen weiter. ein aelteres ehepaar, die auch in meiner reihe gebucht waren, wollte nebeneinander sitzen, ein weiterer herr, der da irgendwie auch hingehoerte wollte irgendwas anderes, keine ahnung. da mir das australische ehepaar symphatisch war, hab ich beschlossen, diese problematik ersma zu beobachten und der stewardess mitzuteilen, dass ich allein reise und absolut nichts gegen einen fensterplatz einzuwenden haette...
das hatte leider nicht geklappt, was sich aber auch als nicht so schlimm heraustellte, da der herr, dessen mission mir immernoch nicht klargeworden ist, irgendwo anders hin verlegt worden ist und ich nun neben dem ehepaar sass, dazu neben mir einen freien platz hatte und mich in aller ruhe ein wenig mit der australierin unterhalten konnte, was echt interessant war und meine vorfreude weiter steigerte.
nach einigem hin und her hob die vollbesetzte Boing 747-400 dann mit 40 minuten verpaetung richtung hong kong ab. extrem nettes personal, diverse movie-, tv-, und radio channels, gutes essen, drinks ohne ende und dazu noch ein gespraechspartner, was will man mehr? mein glueck hielt an, denn die bildschirme in der reihe hinter mir war defekt, alle passagiere verlegt worden, also konnte ich mich auch noch ohne bedenken zurueck lehnen und beobachten.
nach 11 stunden flug landeten wir dann in hong kong, wider erwarten mussten doch alle passagiere die maschine verlassen, aber die QANTAS hatte mit transit-cards und QUANTAS-lounge-access aufklebern alles geregelt, also war das ganze recht entspannt. ich muss sagen, dass diese fluggesellschaft mal echt weiss wie man kunden zufriedenstellt. kann ich einfach nur empfehlen.
auf dem hong kong airport bin ich aufgrund uebermuedeter schusseligkeit ein wenig verloren gegangen, denn ich stand mitten in der riesigen transit-halle, allein in der mitte, gelegentlich den blick zur departure-tafel, jedoch genau in dem rythmus, sodass ich immer nur die schriftzeichen aber nie die englischen anzeigen sah. ich fand dann raus, dass ich einfach nur ne abfahrt verpasst hatte, am gate 24 losfliegen sollte und das boarding noch nicht begonnen hatte, alles gut, also.
nach ein paar schritten in die richtige richtung hatte mich (verdammt muss ich verplant ausgesehen haben...) eine quantas mitarbeiterin auch nochmal auf den richtigen weg hingewiesen.
home sweet home, wieder auf meinem platz in der 747 sollte es denn dann nun weitergehen und endlich auf den richtigen kontinent, dem ziel entgegen.
ich musste mich zum start krampfhaft wach halten, da ich den auf gar keinen fall verschlafen wollte und allerboeseste muskelverspannungen befuerchtete wuerde ich ohne kissen und mit aufrechtem sitz, angeschnallt schlafen...aber schade auch, der sandmann war staerker und somit wurde ich dann vom steward geweckt, der mir ein echt koestliches mittagessen servierte, was aber durch nen verspannten nacken und der tatsache, dass ich grade aufgewacht war und es in deutschland 6 uhr morgens war ein wenig merkwuerdig wirkte.
aber auch sowas kann man ueberleben und besonders wenn der ueberlebenskampf durch ein eiskaltes bierchen unterstuetzt wird! ;)
nach exact 19 stunden und 24 minuten flugzeit in der 747 und ingesamt 26 stunden reisezeit kam ich ENDLICH in melbourne an.
ein echt merkwuerdiges gefuehl, ein ziel das wochen und monatelang so fern wirkt und dann muss man nur noch auschecken und ist da...
wobei "nur noch auchecken" ein schlechter scherz ist. ewige warteschlangen, passkontrollen und bagagge reclaim mit 2 rucksaecken die meinem zum verwechseln aehnlich sehen machen das leben nicht unbedingt angenehmer.
was mich wiederrum koestlich amuesierte, war der bilderrahmen, den mir mein schwesterlein charlotte mit auf den weg gab, der nun aber aus holz bestand. als gesetzestreuer buerger machte ich nun brav mein kreuzchen, das ich holz mitfuhere. und wurde gleich durch die quarantaine abfertigung geleitet, wo solche sachen begutachtet und bei bedarf konfesziert werden. den bilderrahmen durfte ich natuerlich behalten, der vorteil war allerdings, dass die schlange an dem corner nicht mal im ansatz so lang war wie bei der normalen abfertigung! danke nochmal, charlotte! ;)
nachdem ich nun all diese prozeduren hinter mir hatte, bin ich erstmal meine 2 rucksaecke zu einem zusammenfassen gegangen und habe mich mal ein wenig frisch gemacht, geld gewechselt und telefoniert. vaddern war leider nicht zu erreichen, muttern war grad zu tisch, ansonsten ging keiner ran...hmm....retry later!
wen ich allerdings erreicht hatte, war marike mit der ich per mail schon geschrieben hatte, wir waren an der oberstufe in einer klasse, sie wird heute auch in melbourne ankommen, also mal beobachten, dass wir uns auch treffen!

Abreisevorbereitungen

bevor ich meinen trip zur anderen seite der welt antreten konnte musste ich natuerlich einige vorbereitungen treffen, unter anderem was die lieben amtsgeschaefte angeht.
was ich so auf dem zettel hatte:
/visum
/flug [ach echt? :) ]
/internationaler fuehrerschein
/segellehrer lizenz mit englischem zertifikat etc.
/wohnung aufloesen
/reisepass beantragen
/finanzen regeln, visacard, vollmachten etc.
nunja, das hoert sich soweit nicht besonders viel an, aber allein an dem wohnungsding hing ein dermassen langer rattenschwanz, unvorstellbar. geschafft habe ich die wohnungssache nur dank der hilfe von moritz und christoph, vielen dank nochmal euch beiden burschis! ausserdem an dieser stelle noch unbedingt hervorzuheben meine mutter und wolli, die mir auch eine echt grosse hilfe waren ohne die ich das wohl kaum auf die reihe gekriegt haette.

nachdem mein wohnungsinhalt nun auf den elterlichen keller und einen gutshof irgendwo hinter gettorf verteilt war, konnte ich nun endlich anfangen aufgeregt zu sein und mich verrueckt zu machen, da es jetzrt ja bald losgeht...hat gut geklappt, muss ich sagen...

was natuerlich den samstag vor der uebergabeaktion noch abslout unumstoesslich war, eine zuenftige abschiedsparty! ein paar kisten bier, ein paar anrufe, mails und SMS und schon konnte eine echt grossartige party abgehen! vielen dank nochmal an die helfer im vorfeld und carina danach!
party ging bis 8 uhr morgens, leider hat mein stressiger nachbar von oben keinen alarm gemacht, da haette ich noch echt bock drauf gehabt.
achja: jojo, keine sorge, du hast dich net daneben benommen! ;)

den letzten kieler tag habe ich dann damit verbracht noch einige leute zu treffen, leider konnte ich nichtmal im ansatz alle treffen, die ich wollte...besonders annika net, deshalb hier nochmal ein special gruss an dich!
die letzten stunden direkt vor der abfahrt war ich dann noch beim moritz, herrlich nochmal ein paar schlechte witze und gute serien vor einer langen zeit "ohne" zu haben! ("DID YOU CALL ME AN ASSHOLE????")
also dann, taxi, nach hause, hamburg, abflug!

Mittwoch, 28. November 2007

Und los gehts!

Moin!

Ich bin noch leider nicht motiviert genug, einen ausführlichen Post zu machen, aber soviel sei gesagt, ich werde meinen Antrieb finden und dann gehts ab. Ich hoffe später auf dem Flughafen ins Netz zu kommen, dann gibts erstmal ausführlich Bericht über meine leicht katastrophalen Auszug und dann wenn ich in Melbourne angekommen bin über den Flug und die ersten Eindrücke.
Sollte mir jemand mal ne Mail zukommen lassen wollen, die Adresse ist:
thesailinglord@gmx.net

Aloha!
Basti