Freitag, 30. November 2007

Der Flug

Nachts, 3.oo am in kiel. im norden der stadt wird ein haushalt jaeh von diversen weckern aus dem schlaf gerissen. zufall? nee, denn es ist der 29. november und ich will los zum hamburg airport und meine familie ist dabei.
nach einigen doch recht harten tassen kaffe wurden die huehner gesattelt und wolle, meine mutter, meine schwestern und ich setzen uns ins auto richtung hamburg.
selbstverstaendlich viiiiel zu frueh, also wurde die familie noch ausgiebig verabschiedet und ich habs mir gemuetlich gemacht.
ich machte mich dann frisch ans werk den self-check in schalter von british airways zu benutzen da der normale schalter voellig ueberfuellt war, aber irgendwer extrem schlaues hat mir ne falsche booking-ID-number auf das e-ticket gedruckt, also mit ein wenig hilfe vom BA-personal doch noch hingekriegt, rucksack aufgegeben, eingecheckt (wobei ich bei der handgepaeck kontrolle unweigerlich an mit nem haemischen grinsen im gesicht an thomas brutscher und nen trip nach basel denke musste...wer dabei war, wird jetzt auch laecheln...) und nach der prozedur erstmal n kaeffchen.
Mit einem airbus A-320 machte ich mich dann auf den weg nach london-heathrow, wobei ich zwar immernoch ein wenig sentimental wegen des abschiedes einen der schoensten sonnenaufgaenge ever betrachten konnte, ein fensterplatz im flieger ist echt das einzig wahre.
in london angekommen durfte ich gleich noch 2mal die x-ray kontrollen ueber mich ergehen lassen (kann mir mal einer sagen wofuer das beim VERLASSEN des flugzeuges wichtig ist??) und fand mich nach zwar kompliziertem aber durchaus schaffbarem transfer im terminal 4 des heathrow airports wieder. und was war das erste, was ich tat? richtig, auf zu starbucks, kaffe trinken. der plan, sich vor einer 26-stunden reise eine anstaendige uebermuedung zuzulegen, war tendenziell gut, aber leider hatte ich vergessen, dass ich ja nicht gleich so lange fliege sondern erst noch diese london-nummer zu regeln hatte.
also erstmal noch nen espresso und dann mal nach dem gate suchen....und ueberaschung! das stand noch gar nicht fest, also durfte ich nochmal 2 stunden angespannt warten, bis das check-in am gate mit der stilvollen nummer 1a losgehen konnte. da ich ja die ganze zeit wie auf kohlen war und mittlerweile auch nen amtlichen koffein-flash hatte war ich einer der ersten, der einchecken konnte und suchte nach meinem sitz, und siehe da...die problemchen gingen weiter. ein aelteres ehepaar, die auch in meiner reihe gebucht waren, wollte nebeneinander sitzen, ein weiterer herr, der da irgendwie auch hingehoerte wollte irgendwas anderes, keine ahnung. da mir das australische ehepaar symphatisch war, hab ich beschlossen, diese problematik ersma zu beobachten und der stewardess mitzuteilen, dass ich allein reise und absolut nichts gegen einen fensterplatz einzuwenden haette...
das hatte leider nicht geklappt, was sich aber auch als nicht so schlimm heraustellte, da der herr, dessen mission mir immernoch nicht klargeworden ist, irgendwo anders hin verlegt worden ist und ich nun neben dem ehepaar sass, dazu neben mir einen freien platz hatte und mich in aller ruhe ein wenig mit der australierin unterhalten konnte, was echt interessant war und meine vorfreude weiter steigerte.
nach einigem hin und her hob die vollbesetzte Boing 747-400 dann mit 40 minuten verpaetung richtung hong kong ab. extrem nettes personal, diverse movie-, tv-, und radio channels, gutes essen, drinks ohne ende und dazu noch ein gespraechspartner, was will man mehr? mein glueck hielt an, denn die bildschirme in der reihe hinter mir war defekt, alle passagiere verlegt worden, also konnte ich mich auch noch ohne bedenken zurueck lehnen und beobachten.
nach 11 stunden flug landeten wir dann in hong kong, wider erwarten mussten doch alle passagiere die maschine verlassen, aber die QANTAS hatte mit transit-cards und QUANTAS-lounge-access aufklebern alles geregelt, also war das ganze recht entspannt. ich muss sagen, dass diese fluggesellschaft mal echt weiss wie man kunden zufriedenstellt. kann ich einfach nur empfehlen.
auf dem hong kong airport bin ich aufgrund uebermuedeter schusseligkeit ein wenig verloren gegangen, denn ich stand mitten in der riesigen transit-halle, allein in der mitte, gelegentlich den blick zur departure-tafel, jedoch genau in dem rythmus, sodass ich immer nur die schriftzeichen aber nie die englischen anzeigen sah. ich fand dann raus, dass ich einfach nur ne abfahrt verpasst hatte, am gate 24 losfliegen sollte und das boarding noch nicht begonnen hatte, alles gut, also.
nach ein paar schritten in die richtige richtung hatte mich (verdammt muss ich verplant ausgesehen haben...) eine quantas mitarbeiterin auch nochmal auf den richtigen weg hingewiesen.
home sweet home, wieder auf meinem platz in der 747 sollte es denn dann nun weitergehen und endlich auf den richtigen kontinent, dem ziel entgegen.
ich musste mich zum start krampfhaft wach halten, da ich den auf gar keinen fall verschlafen wollte und allerboeseste muskelverspannungen befuerchtete wuerde ich ohne kissen und mit aufrechtem sitz, angeschnallt schlafen...aber schade auch, der sandmann war staerker und somit wurde ich dann vom steward geweckt, der mir ein echt koestliches mittagessen servierte, was aber durch nen verspannten nacken und der tatsache, dass ich grade aufgewacht war und es in deutschland 6 uhr morgens war ein wenig merkwuerdig wirkte.
aber auch sowas kann man ueberleben und besonders wenn der ueberlebenskampf durch ein eiskaltes bierchen unterstuetzt wird! ;)
nach exact 19 stunden und 24 minuten flugzeit in der 747 und ingesamt 26 stunden reisezeit kam ich ENDLICH in melbourne an.
ein echt merkwuerdiges gefuehl, ein ziel das wochen und monatelang so fern wirkt und dann muss man nur noch auschecken und ist da...
wobei "nur noch auchecken" ein schlechter scherz ist. ewige warteschlangen, passkontrollen und bagagge reclaim mit 2 rucksaecken die meinem zum verwechseln aehnlich sehen machen das leben nicht unbedingt angenehmer.
was mich wiederrum koestlich amuesierte, war der bilderrahmen, den mir mein schwesterlein charlotte mit auf den weg gab, der nun aber aus holz bestand. als gesetzestreuer buerger machte ich nun brav mein kreuzchen, das ich holz mitfuhere. und wurde gleich durch die quarantaine abfertigung geleitet, wo solche sachen begutachtet und bei bedarf konfesziert werden. den bilderrahmen durfte ich natuerlich behalten, der vorteil war allerdings, dass die schlange an dem corner nicht mal im ansatz so lang war wie bei der normalen abfertigung! danke nochmal, charlotte! ;)
nachdem ich nun all diese prozeduren hinter mir hatte, bin ich erstmal meine 2 rucksaecke zu einem zusammenfassen gegangen und habe mich mal ein wenig frisch gemacht, geld gewechselt und telefoniert. vaddern war leider nicht zu erreichen, muttern war grad zu tisch, ansonsten ging keiner ran...hmm....retry later!
wen ich allerdings erreicht hatte, war marike mit der ich per mail schon geschrieben hatte, wir waren an der oberstufe in einer klasse, sie wird heute auch in melbourne ankommen, also mal beobachten, dass wir uns auch treffen!

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