Samstag, 28. Juni 2008

Desert Race & Red Hot Rock

Endlich. Endlich hatte ich es dann doch geschafft in alice springs anzukommen und habe mich am ersten tag dann noch ein wenig in der doch sehr uebersichtlichen stadt ein wenig umzusehen, das was man meistens sieht sind leider betrunkene und zur nachtzeit auch gemeingefaherliche aborignal people. schade, dass das so ist, verstaendlich ist mir dennoch nicht.
nichtsdestotrotz habe ich mich dann mit speiss und trank versorgt und bin dann auf den weg die tourist infos abzuklappern um irgendwie rauszufinden wie man am besten zum finke desert race kommt, das ca. 14km suedlich der stadt war.
das finke desert race ist ein wuestenrennen, das mit Xt4x4, buggys und cross motobikes bestritten wird. es ist kuerzer als die paris dakar, dafuer aber haerter und gefaehrlicher...sagen die locals. auf dem 228km langen track ist in 2008 auch ein motorradfahrer toedlich verungleuckt als er mit 130km/h einen baum erwischt hat...sehr tragisch, aber jeder kennt das risiko.
in jenem desert race hat aber auch rebecca mein alter boss von tasmanien teilgenommen (in der buggy class).
mein plan war also da irgendwie zu dem race hinzukommen, ich habe was von einem kostenlosen shuttlebus gehoert, das schien aber nicht zu passieren also sah ich nur einen weg: trampen!
So stand ich also um 06ooAM mit meinem pappschild an der strasse, das hat aber doch bis 7 uhr gedauert bis mich jemand mitgenommen hatte. ich war schon kurz davor aufzugeben, aber es war kein wunder denn wie mir die nette junge familie erklaerte campen fast alle leute bei dem race....das erklaert natuerlich einiges....
das race selber habe ich natuerlich auch nur auf dem screen gesehen, dafuer aber das finishing direct live vor mir...echt verdammt krank diese burschis...
rebecca hat aber mit ihrem fahrer in ihrer klasse mal den ersten geholt, das war natuerlich edel, da gabs dann abends noch ein paar bier und dann habe ich mich an die vorbereitungen fuer den red hot rock gemacht.
Die tour ging morgens um 5 gemuetlich los, nach einigen formalitaten dann gleich im outback und kaum raus aus alice dann auf einer camel farm angehalten (camele sind keine natives, aber oz ist das einzige land der welt in dem es noch wilde hoeckertiere gibt!), also hab ich gleich mal die chance ergriffen eines dieser viecher ein stueck zu reiten, das sollte man jedoch nicht zu haeufig tun wenn man maennlich ist und wert auf eine nicht piepsige stimme legt! autsch...
nach dem camel adventure sind wir dann weiter durchs red center gefahren, das gar nicht so leer ist wie man denkt. wuestenbaeume und spinifex gras trotzen der seit 7 jahren anhaltenden trockenheit in diesem gebiet, und obwohl es bewoelkt war, wuerde auf kurz oder lang auch kein tropfen regen zu boden fallen. nach einen kurzen stop am 'fouluru' einem berg der dem beruehmten uluru recht aehnlich sieht, aber nur auf den ersten blick, sind wir dann weiter gefahren zu den domes of kata tjuta, einer recht heiligen bestrafungsstelle der abos. beeindruckte aus sandsteinchen, die durch erosoion zusammengedrueckt wurden, bestehende felsen. ein netter einstieg in die dinge die da kommen sollten.
nach einer schoenen walking tour gings dann zum star: dem ayers rock um sich den sonnenuntergang anzugucken, das sollte aber leider aufgrund der bewoelkung nicht passieren. wer haette das in der wueste gedacht??

Donnerstag, 19. Juni 2008

Sydney-Alice Springs 'per aspera ad rocka'

Gut, das war eine etwas langwierige auffassung von 'morgen' seit meinen letzten post, aber nun bin ich wieder am netz und werde mal schildern, was die sydney abenteuer so waren, derer reichlich:
Angekommen um 6.25 an der central station war die erste frage wie man guenstige, brauchbare unterkunft in brauchbarer lage findet. da ich schonmal in sydney war, wusste ich, dass das base eigentlich immer eine gute adresse ist, vorher jedoch habe ich nochmal bei anderen hostels angefragt, die aber alle durchweg zu teuer waren. viele bieten im winter eine weekly rate, d.h. man zahlt 6 naechte, bekommt die 7te frei, nuetzt aber herzlich wenig, wenn man nur 6 naechte bleiben moechte...
anne, mit der ich zusammen nach sydney gefahren bin wollte unbedingt nach king's cross, das problem ist nur, dass es da zwar guenstige betten, aber meist in sehr schlechten hostels gibt, der stadtteil ist ein wenig ausserhalb von downtown und ausserdem nebst backpacker stadtteil auch noch rotlichtviertel. musste ich also nicht so haben, ich bin dann nach einem kurzen fruehstueck bei hungry jack's (aka burger king, aber nur in der welt ausserhalb australiens) dann zum base gestiefelt nur um festzustellen, dass die dort ausgebucht sind. man haette mir ein doppelzimmer anbieten koennen, das ist aber wesentlich viiiiiiel zu teuer. also wieder schusters rappen gesattelt und dann ein hostel namens 'city central backpackers' gefunden, das einigermassen mittig lag und guenstig war.
schoen und gut, ich also gleich fuer ersma 2 naechte eingecheckt und habe vorher dummerweise keine inspektion gemacht.
mein kommentar auf der hostelbewertungsseite www.reisebine.de:
Bewertung des Hostels von: Sebastian aus Kiel

Letzter Besuch: Juni 2008
Aufenthalt: 2 Tag/e
Sebastian ist 20-30 Jahre / männlich
Sebastian vergibt
0 Sterne
an dieses Hostel


AUSSTATTUNG & SERVICE:

Hostelpersonal: unfreundlich
Hilfe bei der Jobsuche: -
"Schwarzes Brett": mässig gefüllt
Sauberkeit des Hostels: dreckig
Sauberkeit der Zimmer: dreckig
Sauberkeit der Küche: dreckig
Sauberkeit Sanitärbereich: dreckig
Frühstück: schlecht und wenig
Grösse der Schlafsäle: zu klein
Grösse der Schlafsäle: zu klein
Anzahl Sanitäranlagen: zu wenige
HOSTEL ATMOSPHÄRE:
Publikum im Hostel: Traveller & Work/Travel-Reisende
alle Altersgruppen
Erholungswert: laut
Atmosphäre: recht anonym
Anmerkungen von Sebastian:
Mit Abstand, mit weitem Abstand das schlechteste Hostel in dem ich je war. Es ist dreckig, unfamliär, es stinkt überall, es sieht völlig heruntergekommen aus und gelegentlich errinnern Schilder über Verhaltensregeln auf eine nostalgische Art daran, was man früher von einem Hostel gewohnt war. Es würde mich wundern, wenn dort jemals Essen aus dem Kühlschrank wegen eines fehlenden Labels weggeworfen wurde, denn das würde ja eine Reinigung der Küche voraussetzen.
Ich werde definitiv NICHT wiederkommen und sogar eine bezahlte Nacht sausen lassen, also tut euch einen Gefallen und macht einen GROSSEN Bogen!!

Es ist einfach net normal, dass ich (der mittlerweile von hostels und unterkuenften einiges gewohnt ist...) zum duschen zu den iren (die auch in sydney in nem apparment wohnen) und zur toilette zu McDonald's...

Gluecklicherweise habe ich da nur eine Nacht geschlafen, denn die naechste ueberraschung in dem hostel waren auch noch BED BUGS...ein zweites mal innerhalb kurzer zeit, na dankeschoen.
Also habe ich die entscheidung getroffen, die 2te nacht nicht zu schlafen, sondern lieber mit den Iren wegzugehen, mich vorher koste es was es wolle ins base einzuchecken und dann am naechsten morgen mit sack und pack dorthin zu ziehen und dann zu schlafen. Gesagt getan, ab dann war auch mit der unterkunft alles gut.
Die restliche Zeit in Sydney verlief regnerisch ereignisarm, ich bin noch ein wenig herumgelaufen, habe mir einige noch unbekannte teile der stadt angesehen, sehr schoene fotos von der bridge und dem opera house geschossen und war einige male noch mit meinen irischen freunden weg.
Der Horror schlechthin sollte aber noch kommen, wenn auch selbstverschuldet.
Mein Flug nach Alice Springs sollte um 7.10 morgens abheben, das hiess 6 uhr einchecken, 5 uhr auf den weg zum airport machen, 4 uhr aufstehen. das bringt es irgendwie an meinem letzten abend in sydney nicht, besonders nicht, wenn es eine samstagnacht ist....
also schoen weggegangen, brillianter plan sah vor um 4 wieder beim hostel zu sein, den rest zusammenzupacken und dann duschen und ab dafuer.
dummerweise war ich aber schon um 3.30 zurueck im hostel, hab also dennoch angefangen meinen scheiss zusammen zu packen und dann, dann kam der FATALE fehler. ich habs mir gemuetlich gemacht bevor ich duschen gehen wollte. habe mir sicherheitshalber 2 alarme gestellt, jedoch bin ich richtig schoen eingeschlafen, ueber beide alarme weggeschlafen, dann aufgewacht.....um 6.30 uhr. eine halbe stunde NACH dem geplanten check-in. oberkatastrophe!!
obwohl ich das glueck hatte einen recht guenstigen flug ($280) nach alice zu bekommen, kosten last minute fluege dahin bis zu $490!!! ausserdem war es crucial, dass ich an diesem tag dort aufschlage, denn mein ganzer aufenthalt war schon gebucht, was weiteren geldverlust bedeuten wuerde und hinzukam, dass ich das desert race auch nicht verpassen wollte und viel wichtiger beim desert race meinen final paysilp kriegen musste, der fuer meine steuerrueckzahlung entscheident ist. wert etwa $2500...
kein wunder also, dass ich voellig geschockt war, meiner uhr nicht glauben wollte und voellig panisch bei QANTAS angerufen habe, was ich machen koennte.
Die Antwort war ein recht nuechternes 'nichts'. ('Get it or lose it...') Ich haette zwar noch zum airport hetzen koennen und nen taxifahrer bestechen moeglichst schnell zu fahren, jedoch haette ich mein gepaeck nicht mitnehmen koennen...nunja, bei meinem gepaeck handelt es sich um meinen gesamten besitz und es war auch fraglich ob ich das schaffen wuerde.
Ich habe mir dann ueberlegt, dass das einzige, was jetzt hilft ein guter plan ist. also habe ich erstmal richtig ausgecheckt, meine sachen ueberprueft ob ich in der hektik nichts vergessen habe (habe ich auch nicht, es stellte sich aber erst am nachmittag dieses tages raus, das ich immernoch keine socken trug...).
Und die einzige Person, die einem in dieser Situation helfen kann, ist Mama. Dummerweise war Mama zum zelten und hatte weder Handy noch sonstwas mit. Gluecklicherweise konnte ich Moritz ans Telefon bekommen, das hat fuer den Plan schonmal viel geholfen.
Der Plan sah vor, sich erstmal ueber die Kosten auf die ich blickte klarzuwerden. Also habe ich wieder bei QANTAS angerufen, wo man mir mitteilte, dass es tatsaechlich einen 2ten Flug an dem Tag geben wuerde, ein Ticket wuerde mich etwa $350 (etwa 280euro) kosten. Das rauszufinden hat runde 15 Minuten gedauert, auch in Australien gibt es nur daemliche Telefonoperator, was dieser Eindrucksvoll bewies, als er mich auf die $27 Telefonbuchungsgebuehr hinwies. Da ich diese umgehen wollte fragte ich ob ich nicht auch gleich am Airport buchen koennte. Die Antwort war "Well, of course you can and if your're there anyway you can ask them if they can transfer you're missed flight for you." WAAAASSSS???? das haette man mir nicht eventuell mal frueher sagen koennen? Besonders wenn ich explizit danach frage!!
Wie dem auch sei, ich bin dann direkt zum Flughafen gehetzt und zum QANTAS schalter. Da kam dann der grosse Clou: Nicht nur, dass heute einer der 2 tage im jahr ist, an dem 2 fluege nach alice gibt, nein es waren auch noch plaetze auf dem Flug frei. Die Dame am Schalter hatte mein Problem gar nicht so wirklich gesehn, das sei doch alles kein Problem. $37,50 und etwa 3 halben Herzinfakten sass ich dann in der wartehalle des Flughafens und wartete auf meinen Flug nach Alice. Finally. Juhuuuu!
Nach 3,5 Stunden kam ich dann in der Wuestenhauptstadt Alice Springs, Northern Territory, Outback Australia an. Es ist die groesste Stadt auf ueber 90% der Landmasse Australiens, hat 20.000 Einwohner und ist damit so gross wie Ploen.
Ich sollte jetzt wirklich weiterschreiben, hab aber ganz straeflich GAR KEINEN bock mehr, sorry, morgen gehts weiter mit dem desert race, der tour zum red hot rock und dann dem start nach cairns....oder auch nicht cairns! ;)

Montag, 2. Juni 2008

The Eastcoast Australia

Vorweg einmal noch kurz: nachdem ich meinen Link schonmal hier da gefunden habe, moechte ich mal alle, die mich nicht persoenlich kennen, aber hier trotzdem mal von zeit zu zeit reingucken, einladen sich doch mal zu melden (thesailinglord@gmx.net oder sebastian_ger75@gmx.net) und einfach mal zu erzaehlen, wie ihr die seite und das was hier so passiert allgemein findet. wuerde mich einfach mal interessieren.
Seiten von Leuten mit denen ich bisher gereist bin/ gearbeitet habe sind http://www.saschaundjeanette.blogspot.com/ und http://www.marike-in-australien.de.vu/

Ok, zurueck zum berichten der dinge, die da waren und der, die kommen werden:
Das Eastcoast-Adventure startete (Uebarraschung!) in Cairns, wo ich mich fuer dieses Projekt mit Marike wiedergetroffen habe. Im Peterpan's Traveloffice Cairns haben wir dann den ganzen Trip als Ganzes gebucht. Auf dem Plan standen Tauchen am Great Barrier Reef (jaaaa...ich habs nochmal getan...!), Segeln auf den Whitsundays und
4WDriving auf Fraser Island. Auf dem Weg waren Visiten von Airlie Beach, Hervey Bay, Rainbow Beach und am Ende Brisbane geplant.
Die Tour zuruecklegen wuerden wir mit dem Bus, denn das ist die einfachste Moeglichkeit von A nach B zu kommen und auf dem Weg hin und wieder mal anzuhalten, denn diese Busse fahren hier alle 24Stunden von Cairns nach Brisbane und man kann 'Hop on/Hop off' machen, was heisst man kann aussteigen, bleiben wo man ist und in 24/48/72 stunden den naechsten bus nehmen.
Los gings mit einem 2ten Reeftrip, der genauso beeindruckend war wie der erste, jedoch leider mussten wir mit dem Instructor eingehakt bleiben, dafuer war das essen aber besser! danach sind vor 'wo wir eh schonmal da waren...' noch schnorcheln gegangen, nemo war auch wieder am start, jedoch wieder keine haie oder schildkroeten.
Gestartet haben wir dann den eigentlichen Trip mit einer sehr netten 11 stunden busfahrt nach Airlie Beach, das als Basis fuer alle Whitsunday Sailing Tours genutzt wird. Airlie Beach selber ist ein verdammt touristisches Kaff, das sich auf backpacker spezialsiert hat. Es scheint alles guenstig und/oder kostenlos zu sein, ist aber immer mit kosten verbunden, die einfach net mehr feierlich sind und wird gern als vorwand genutzt um etwas heruntergekommene sachen zu legetimieren....genau die art von ort, die ich net mag denn nebst erstgenanntem geht es nur ums saufen und souverniers kaufen. der kleine ueberteurte supermarkt half da auch net wirklich viel...
jedoch konnte man auch in Airlie nach einigem suchen einen wunderschoenen palmengesaeumten Strand finden an dem man allerdings dank Haien und Marine Stingers nicht baden konnte.
Nach der einen Nacht in Airlie in einem Hostel, das ich eigentlich gut fand, aber spaeter gehasst habe (erlaeutere ich gleich...) ging es dann endlich ans segeln!
Seit monaten drauf gefreut, sollte es nun soweit sein. SISKA heisst das schiff auf dem wir waren, ist ein 1977 gebauter Alu-Racer der mit seinen 81ft in die Maxi Yacht Kategorie gehoert. Rot macht schneller und das hat SISKA in der Vergangenheit auch bewiesen: 2te beim disastroesen Fastnet Race '79, 2 Sydney-Hobart Siege, davon einen mit Rekordzeit, die 7 Jahre halten sollte.
Das man dem Schiff ansah, dass die Race Zeiten eindeutig vorbei waren, brauche ich glaub ich kaum zu erwaehnen, oder? 30 Jahre alt, einen Coffegrinder ausgebaut, teilweise noch Originalwinschen drauf und dazu auch Segel, die gut die Rennzeiten der Yacht gesehen haben koennten. Dennoch war das Schiff von Innen sehr schoen restauriert und recht gut ausgestattet, der Koch an Bord hat einen verdammt guten Job gemacht und das segeln ist auch mit einer alten Dame der Groesse ein echter Spass. Hinzu kommt noch die wesentliche Tatsache des Reviers: die Whitsunday Island im Herzen des Great Barrier Reefs! Das hiess nach dem Auslaufen am ersten Tag einige schoene Segelschlaege und das erste mal Schnorcheln an einem Riff, das teilweise doch wesentlich flacher als gedacht war, AUA! Die Nacht haben wir dann in einer schoenen Bucht nahe der Hauptinsel verbracht um von dort am naechsten Tag zum Whithaven Beach aufzubrechen. Dieser weisseste Sandstrand der Welt ist unglaublich schoen, unglaublich weiss und geschuetzt. Nichts darf mitgenommen werden, die einzigen die eine erlaubnis 3t des Sandes zu entfernen war die NASA -um daraus die Linse des Hubble Teleskopes zu machen! An diesem Strand haben wir auch noch Mantarochen und einige Jung-Haie auf der Jagd beobachten koennen.
Beim Tauchen am Nachmittag haben wir es dann auch endlich geschafft: eine Schildkroete!!! Juhuu! und gleich noch ein wenig sauber gemacht die alte Kroete, da setzen sich immer Algen am Panzer fest, die lieben es, wenn man sie ein bissl 'scratched'. ich haette mal nen schwamm mitnehmen sollen!
Der dritte und letzte tag war mit morgendlichem segeln und dann einer weiteren schnorchelsession geplant, nach dem Lunch sollte es dann ein Race gegen andere Maxis der Whisundays geben. Wenn....wenn nicht der Wind absolut gar nicht mitgespielt haette. 25kn waren im Forecast, nichtmal 2,5kn gab es. Es hat dann irgendwann auf 0 abgefalut weswegen wir zurueck motoren mussten. Goddammit! Ich will mich aber net beschweren denn das Wetter war einfach unglaublich perfekt, wunderschoen sonnig, traumhafte Sonnenuntergaenge und einfach eine tolle Atmosphere an Bord.
Zurueck in Airlie haben wir dann wieder in unser altes Hostel eingecheckt wo eine ueberraschung in meinem Bett auf mich wartete: BED BUGS! Natuerlich merkt man das erst am darrauffolgenden morgen, das man mit ihnen beseelt war, aber in einigen der schlechteren Hostelbetten in Australien leben kleine Kaefer, die einen im schlaf beissen -vergleichbar mit Mueckenstichen nur dass es wesentlich zahlreicher ist (ich hatte 42 bisse am ganzen koerper) und auch mehr juckt (ich hatte noch einige vergleichsmueckenstiche...)! Ich finde es eine absolte unverschaemtheit, dass soetwas existieren kann, besonders das es nicht schwer ist, sowas zu vermeiden.
Mit ziemlich angefressener Laune haben wir und dann in den bus nach Hervey Bay gesetzt, jedoch nicht bevor ich mir nicht eine neue Sonnenbrille gekauft habe, da meine alte einfach aufgegeben hatte und mittlerweile 3-teilig ist...
Hervey Bay ist ein suesses kleines Oertchen an dem wir nur eine Nacht verbraucht haben, aber ein absolut ruhiges Meer mit einem schier endlosen strand voller kleiner Einsiedlerkrebse war doch sehr schoen!
Nach Hervey Bay gings es dann weiter nach Rainbow Beach, wo die naechste Ueberraschung wartete: kein Handyempfang fuer Vodafone-Kunden im 50km Umkreis. Na dankeschoen. Mal wieder ein Grund warum man telstra haette waehlen sollen, denn das erschwerte uns die Kommunikation (sagte ERSCHWERTE? ich meinte VERWEHRTE!) mit Sascha und Jeanette mit denen wir auf Tasmanien gearbeitet hatten, die auch in der Gegend am rumgeistern waren. Wir wollten uns eigentlich verabreden...nur WIE?
Wieauchimmer, wir haben erstmal eingecheckt und unsere Briefings und Tourgruppen fuer Fraser Island (der groessten Sandinsel der Welt) bekommen.
Da ganze war eine Selfdrive Safari, d.h. die Gruppe bekommt essen, nen 4x4 und 3 tage zeit...achja und ne Karte! Klingt abenteuerlich, war es auch! Besonders da unsere Gruppe aus 2 Hollaendern, Marike und mir und 7 Israelis bestand, die auch davor schon zusammen gereist sind...
Wie dem auch sei, wir sind dann nach dem safety briefing erstmal kurz ins internet gegangen und haben uns uns ein paar kleine gluecklichmacher, die bei der tourverpflegung nicht mit inbegriffen sind gekauft (bier & schokolade) ;).
Auf dem Rueckweg vom Supermarkt sind wir dann tatsaechlich sascha und jeanette in die arme gelaufen...die beiden haben tatsaechlich alle hostels in rainbow beach (ok...es sind nur 3...) abgeklappert, bis man ihnen sagte, dass in dem einen tatsaechlich marike und sebastian zugegen sind, und da wir grad net da waren haben sie einfach vor der tuer gewartet! nette sache, hab mich echt gefreut die beiden da nochmal zu treffen, also wurde dann auch gleich mal ein fraser-bier aufgemacht und schoen viel klatsch und tratsch ueber broccoli und die zeit dazwischen ausgetauscht.
Am naechsten Morgen gab es dann das Fahrer-Briefing, ich war offensichtlich der Einzige, der schon 4x4 Erfahrung hatte, durfte aber net fahren weil ich noch keine 21 war.
aber wie dem auch sei, hat sich unsere 'kleine' gruppe dann auf den weg nach fraser gemacht, das 2007 auf platz 5 im 'Sexiest Island Vote' gekommen ist.
Da wir den ersten Tag noch echt schoenes Wetter hatten sind wir gleich zum Lake McKenzie gefahren, einem wunderschoenen Fleckchen Erde, haben dann abends direkt am Strand gecampt. Leider kam es auf dem Weg auch gelegentlich zu kleineren Europaeisch-Israelischen Konflikten, da die Burschis alle voellig eingenommen von ihrer Armeezeit waren und eigentlich alles, was sie gemacht haben mit ihrere armee vergangenheit begruendet haben, dass sie ja quasi profis darin seien. Ok, was nuetzt es einem, Navigator bei der Armee gewesen zu sein, dann aber nichtmal nen Kompass oder irgendwelche Instrumente hat, die einen eventuellen ueberlegenen skill wertvoller machen wuerden als einen einfachen orientierungssinn?? Wir haben uns dann entgegen meines Gefuehls auf die navigatorischen 'kenntnisse' der israelis verlassen und uns akkurat verfahren...aber nöööööööööööööööö! wenn basti das sagt, MUSS es ja falsch sein...
Naja, und all solche sachen waren da halt andauernd, ausserdem ist es ja voellig egal, dass sich keine nicht hebrew sich an einer konversation beteiligen kann, es schliesslich einfacher in der heimatsprache zu sprechen...
Aber gluecklicherweise konnten wir all das bei einem abendlichen bierchen wieder glattbuegeln und so sind wir frohen mutes irgendwann in die zelte gekrochen, immer auf der hut vor dingos, die da ueberall fraser rumlungern und als wildhunde dem menschen schon gefaehrlich werden koennen.
In der nacht kam es dann wie es kommen musste, es war kalt und es hat aus eimern geschuettet, schoen dass das zelt NICHT wasserdicht war, also im schlaf dann nochmal schoen nass werden, na dankeschoen.
etwas zerknittert, nass und frierend sind wir dann am naechsten morgen aufgestanden, haben im regen gefruehstueckt und dann gings als es sich geklaert hatte auf zum wrack der maheno, was echt geisterhaft aussah.
weiter dann zu einem der schoensten punkte australiens, indian head, wo die sandinsel als felsklippen auslaueft und direkt im ozean landet, sodass sich wellen dran branden und es wirklich wirklich wirklich steil runter geht...herrlich und tatsaechlich noch ein bisschen sonne.
abends haben wir dann noch einen sehr schoenen creek gesehn und dann unsere zelte im dunkeln aufgebaut. der naechste tag wurde dann wieder mit einigen dieser kleinen konflikte begangen und dann gings noch zu nem anderen insel see, der an einer massiven duene lag! echt wunderschoen, endlos lang und sehr nett ruhig.
als wir uns dann auf den rueckweg gemacht, es war eine echt wundervolle insel, aber die israelis gingen einfach gar nicht. die waeren auch einzeln unausstehlich gewesen...
Aber es hat sich dennoch gelohnt und nach einer nacht sind wir dann am fruehen morgen nach brisbane aufgebrochen.
Brisbane ist auch eine echt schoene stadt, die allerdings genau wie adelaide touristisch nicht wirklich allzuviel zu bieten hat, dennoch bin ich dort fast eine woche geblieben, ein bissl im internet gewesen, marike verabschiedet, die ist nach darwin geflogen und dann mit anne, die ich in rainbow beach getroffen hatte weiter nach byron bay gefahren, dem brisbaner regen entkommen. surfer's paradise habe ich ausgelassen, denn das einzige was an dem ort reizt ist der strand, den es ueberall an der eastcoast in oberherrlich gibt und hotelhochhaueser.
Byron hingegen fand ich aber sehr schoen, da es ein kleines gemuetliches oertchen war, wo es ein nettes hostel, gutes wetter und einen sehr schoenen surfstrand und mit cape byron den oestlichsten punkt australiens zu sehen gab.
Von da aus bin ich dann weiter nach sydney, wo der regen uns nach der 12 stunden uebernachtbusfahrt begruesste.
die abenteuer von sydney und die aussicht, auf das was da noch kommen soll gibts dann morgen, wenn ich wieder an netz komme!