Vorweg einmal noch kurz: nachdem ich meinen Link schonmal hier da gefunden habe, moechte ich mal alle, die mich nicht persoenlich kennen, aber hier trotzdem mal von zeit zu zeit reingucken, einladen sich doch mal zu melden (thesailinglord@gmx.net oder sebastian_ger75@gmx.net) und einfach mal zu erzaehlen, wie ihr die seite und das was hier so passiert allgemein findet. wuerde mich einfach mal interessieren.
Seiten von Leuten mit denen ich bisher gereist bin/ gearbeitet habe sind http://www.saschaundjeanette.blogspot.com/ und http://www.marike-in-australien.de.vu/
Ok, zurueck zum berichten der dinge, die da waren und der, die kommen werden:
Das Eastcoast-Adventure startete (Uebarraschung!) in Cairns, wo ich mich fuer dieses Projekt mit Marike wiedergetroffen habe. Im Peterpan's Traveloffice Cairns haben wir dann den ganzen Trip als Ganzes gebucht. Auf dem Plan standen Tauchen am Great Barrier Reef (jaaaa...ich habs nochmal getan...!), Segeln auf den Whitsundays und
4WDriving auf Fraser Island. Auf dem Weg waren Visiten von Airlie Beach, Hervey Bay, Rainbow Beach und am Ende Brisbane geplant.
Die Tour zuruecklegen wuerden wir mit dem Bus, denn das ist die einfachste Moeglichkeit von A nach B zu kommen und auf dem Weg hin und wieder mal anzuhalten, denn diese Busse fahren hier alle 24Stunden von Cairns nach Brisbane und man kann 'Hop on/Hop off' machen, was heisst man kann aussteigen, bleiben wo man ist und in 24/48/72 stunden den naechsten bus nehmen.
Los gings mit einem 2ten Reeftrip, der genauso beeindruckend war wie der erste, jedoch leider mussten wir mit dem Instructor eingehakt bleiben, dafuer war das essen aber besser! danach sind vor 'wo wir eh schonmal da waren...' noch schnorcheln gegangen, nemo war auch wieder am start, jedoch wieder keine haie oder schildkroeten.
Gestartet haben wir dann den eigentlichen Trip mit einer sehr netten 11 stunden busfahrt nach Airlie Beach, das als Basis fuer alle Whitsunday Sailing Tours genutzt wird. Airlie Beach selber ist ein verdammt touristisches Kaff, das sich auf backpacker spezialsiert hat. Es scheint alles guenstig und/oder kostenlos zu sein, ist aber immer mit kosten verbunden, die einfach net mehr feierlich sind und wird gern als vorwand genutzt um etwas heruntergekommene sachen zu legetimieren....genau die art von ort, die ich net mag denn nebst erstgenanntem geht es nur ums saufen und souverniers kaufen. der kleine ueberteurte supermarkt half da auch net wirklich viel...
jedoch konnte man auch in Airlie nach einigem suchen einen wunderschoenen palmengesaeumten Strand finden an dem man allerdings dank Haien und Marine Stingers nicht baden konnte.
Nach der einen Nacht in Airlie in einem Hostel, das ich eigentlich gut fand, aber spaeter gehasst habe (erlaeutere ich gleich...) ging es dann endlich ans segeln!
Seit monaten drauf gefreut, sollte es nun soweit sein. SISKA heisst das schiff auf dem wir waren, ist ein 1977 gebauter Alu-Racer der mit seinen 81ft in die Maxi Yacht Kategorie gehoert. Rot macht schneller und das hat SISKA in der Vergangenheit auch bewiesen: 2te beim disastroesen Fastnet Race '79, 2 Sydney-Hobart Siege, davon einen mit Rekordzeit, die 7 Jahre halten sollte.
Das man dem Schiff ansah, dass die Race Zeiten eindeutig vorbei waren, brauche ich glaub ich kaum zu erwaehnen, oder? 30 Jahre alt, einen Coffegrinder ausgebaut, teilweise noch Originalwinschen drauf und dazu auch Segel, die gut die Rennzeiten der Yacht gesehen haben koennten. Dennoch war das Schiff von Innen sehr schoen restauriert und recht gut ausgestattet, der Koch an Bord hat einen verdammt guten Job gemacht und das segeln ist auch mit einer alten Dame der Groesse ein echter Spass. Hinzu kommt noch die wesentliche Tatsache des Reviers: die Whitsunday Island im Herzen des Great Barrier Reefs! Das hiess nach dem Auslaufen am ersten Tag einige schoene Segelschlaege und das erste mal Schnorcheln an einem Riff, das teilweise doch wesentlich flacher als gedacht war, AUA! Die Nacht haben wir dann in einer schoenen Bucht nahe der Hauptinsel verbracht um von dort am naechsten Tag zum Whithaven Beach aufzubrechen. Dieser weisseste Sandstrand der Welt ist unglaublich schoen, unglaublich weiss und geschuetzt. Nichts darf mitgenommen werden, die einzigen die eine erlaubnis 3t des Sandes zu entfernen war die NASA -um daraus die Linse des Hubble Teleskopes zu machen! An diesem Strand haben wir auch noch Mantarochen und einige Jung-Haie auf der Jagd beobachten koennen.
Beim Tauchen am Nachmittag haben wir es dann auch endlich geschafft: eine Schildkroete!!! Juhuu! und gleich noch ein wenig sauber gemacht die alte Kroete, da setzen sich immer Algen am Panzer fest, die lieben es, wenn man sie ein bissl 'scratched'. ich haette mal nen schwamm mitnehmen sollen!
Der dritte und letzte tag war mit morgendlichem segeln und dann einer weiteren schnorchelsession geplant, nach dem Lunch sollte es dann ein Race gegen andere Maxis der Whisundays geben. Wenn....wenn nicht der Wind absolut gar nicht mitgespielt haette. 25kn waren im Forecast, nichtmal 2,5kn gab es. Es hat dann irgendwann auf 0 abgefalut weswegen wir zurueck motoren mussten. Goddammit! Ich will mich aber net beschweren denn das Wetter war einfach unglaublich perfekt, wunderschoen sonnig, traumhafte Sonnenuntergaenge und einfach eine tolle Atmosphere an Bord.
Zurueck in Airlie haben wir dann wieder in unser altes Hostel eingecheckt wo eine ueberraschung in meinem Bett auf mich wartete: BED BUGS! Natuerlich merkt man das erst am darrauffolgenden morgen, das man mit ihnen beseelt war, aber in einigen der schlechteren Hostelbetten in Australien leben kleine Kaefer, die einen im schlaf beissen -vergleichbar mit Mueckenstichen nur dass es wesentlich zahlreicher ist (ich hatte 42 bisse am ganzen koerper) und auch mehr juckt (ich hatte noch einige vergleichsmueckenstiche...)! Ich finde es eine absolte unverschaemtheit, dass soetwas existieren kann, besonders das es nicht schwer ist, sowas zu vermeiden.
Mit ziemlich angefressener Laune haben wir und dann in den bus nach Hervey Bay gesetzt, jedoch nicht bevor ich mir nicht eine neue Sonnenbrille gekauft habe, da meine alte einfach aufgegeben hatte und mittlerweile 3-teilig ist...
Hervey Bay ist ein suesses kleines Oertchen an dem wir nur eine Nacht verbraucht haben, aber ein absolut ruhiges Meer mit einem schier endlosen strand voller kleiner Einsiedlerkrebse war doch sehr schoen!
Nach Hervey Bay gings es dann weiter nach Rainbow Beach, wo die naechste Ueberraschung wartete: kein Handyempfang fuer Vodafone-Kunden im 50km Umkreis. Na dankeschoen. Mal wieder ein Grund warum man telstra haette waehlen sollen, denn das erschwerte uns die Kommunikation (sagte ERSCHWERTE? ich meinte VERWEHRTE!) mit Sascha und Jeanette mit denen wir auf Tasmanien gearbeitet hatten, die auch in der Gegend am rumgeistern waren. Wir wollten uns eigentlich verabreden...nur WIE?
Wieauchimmer, wir haben erstmal eingecheckt und unsere Briefings und Tourgruppen fuer Fraser Island (der groessten Sandinsel der Welt) bekommen.
Da ganze war eine Selfdrive Safari, d.h. die Gruppe bekommt essen, nen 4x4 und 3 tage zeit...achja und ne Karte! Klingt abenteuerlich, war es auch! Besonders da unsere Gruppe aus 2 Hollaendern, Marike und mir und 7 Israelis bestand, die auch davor schon zusammen gereist sind...
Wie dem auch sei, wir sind dann nach dem safety briefing erstmal kurz ins internet gegangen und haben uns uns ein paar kleine gluecklichmacher, die bei der tourverpflegung nicht mit inbegriffen sind gekauft (bier & schokolade) ;).
Auf dem Rueckweg vom Supermarkt sind wir dann tatsaechlich sascha und jeanette in die arme gelaufen...die beiden haben tatsaechlich alle hostels in rainbow beach (ok...es sind nur 3...) abgeklappert, bis man ihnen sagte, dass in dem einen tatsaechlich marike und sebastian zugegen sind, und da wir grad net da waren haben sie einfach vor der tuer gewartet! nette sache, hab mich echt gefreut die beiden da nochmal zu treffen, also wurde dann auch gleich mal ein fraser-bier aufgemacht und schoen viel klatsch und tratsch ueber broccoli und die zeit dazwischen ausgetauscht.
Am naechsten Morgen gab es dann das Fahrer-Briefing, ich war offensichtlich der Einzige, der schon 4x4 Erfahrung hatte, durfte aber net fahren weil ich noch keine 21 war.
aber wie dem auch sei, hat sich unsere 'kleine' gruppe dann auf den weg nach fraser gemacht, das 2007 auf platz 5 im 'Sexiest Island Vote' gekommen ist.
Da wir den ersten Tag noch echt schoenes Wetter hatten sind wir gleich zum Lake McKenzie gefahren, einem wunderschoenen Fleckchen Erde, haben dann abends direkt am Strand gecampt. Leider kam es auf dem Weg auch gelegentlich zu kleineren Europaeisch-Israelischen Konflikten, da die Burschis alle voellig eingenommen von ihrer Armeezeit waren und eigentlich alles, was sie gemacht haben mit ihrere armee vergangenheit begruendet haben, dass sie ja quasi profis darin seien. Ok, was nuetzt es einem, Navigator bei der Armee gewesen zu sein, dann aber nichtmal nen Kompass oder irgendwelche Instrumente hat, die einen eventuellen ueberlegenen skill wertvoller machen wuerden als einen einfachen orientierungssinn?? Wir haben uns dann entgegen meines Gefuehls auf die navigatorischen 'kenntnisse' der israelis verlassen und uns akkurat verfahren...aber nöööööööööööööööö! wenn basti das sagt, MUSS es ja falsch sein...
Naja, und all solche sachen waren da halt andauernd, ausserdem ist es ja voellig egal, dass sich keine nicht hebrew sich an einer konversation beteiligen kann, es schliesslich einfacher in der heimatsprache zu sprechen...
Aber gluecklicherweise konnten wir all das bei einem abendlichen bierchen wieder glattbuegeln und so sind wir frohen mutes irgendwann in die zelte gekrochen, immer auf der hut vor dingos, die da ueberall fraser rumlungern und als wildhunde dem menschen schon gefaehrlich werden koennen.
In der nacht kam es dann wie es kommen musste, es war kalt und es hat aus eimern geschuettet, schoen dass das zelt NICHT wasserdicht war, also im schlaf dann nochmal schoen nass werden, na dankeschoen.
etwas zerknittert, nass und frierend sind wir dann am naechsten morgen aufgestanden, haben im regen gefruehstueckt und dann gings als es sich geklaert hatte auf zum wrack der maheno, was echt geisterhaft aussah.
weiter dann zu einem der schoensten punkte australiens, indian head, wo die sandinsel als felsklippen auslaueft und direkt im ozean landet, sodass sich wellen dran branden und es wirklich wirklich wirklich steil runter geht...herrlich und tatsaechlich noch ein bisschen sonne.
abends haben wir dann noch einen sehr schoenen creek gesehn und dann unsere zelte im dunkeln aufgebaut. der naechste tag wurde dann wieder mit einigen dieser kleinen konflikte begangen und dann gings noch zu nem anderen insel see, der an einer massiven duene lag! echt wunderschoen, endlos lang und sehr nett ruhig.
als wir uns dann auf den rueckweg gemacht, es war eine echt wundervolle insel, aber die israelis gingen einfach gar nicht. die waeren auch einzeln unausstehlich gewesen...
Aber es hat sich dennoch gelohnt und nach einer nacht sind wir dann am fruehen morgen nach brisbane aufgebrochen.
Brisbane ist auch eine echt schoene stadt, die allerdings genau wie adelaide touristisch nicht wirklich allzuviel zu bieten hat, dennoch bin ich dort fast eine woche geblieben, ein bissl im internet gewesen, marike verabschiedet, die ist nach darwin geflogen und dann mit anne, die ich in rainbow beach getroffen hatte weiter nach byron bay gefahren, dem brisbaner regen entkommen. surfer's paradise habe ich ausgelassen, denn das einzige was an dem ort reizt ist der strand, den es ueberall an der eastcoast in oberherrlich gibt und hotelhochhaueser.
Byron hingegen fand ich aber sehr schoen, da es ein kleines gemuetliches oertchen war, wo es ein nettes hostel, gutes wetter und einen sehr schoenen surfstrand und mit cape byron den oestlichsten punkt australiens zu sehen gab.
Von da aus bin ich dann weiter nach sydney, wo der regen uns nach der 12 stunden uebernachtbusfahrt begruesste.
die abenteuer von sydney und die aussicht, auf das was da noch kommen soll gibts dann morgen, wenn ich wieder an netz komme!
Montag, 2. Juni 2008
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